Berufsunfähigkeitsversicherung

Die sogenannte Berufsunfähigkeitsversicherung stellt neben der allgemeinen Unfallversicherung den wohl bekanntesten Bereich der Invaliditätsversicherung dar. In diesem Sinne lässt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung als klassische Risikoversicherung klassifizieren. Das ist auch der Grund, weshalb es sich bei dieser Art von Versicherung um ein besonders beratungsintensives Produkt handelt.

Im jeweiligen eintretenden Schadensfall steht dem / der Versicherten eine vertraglich vereinbarte Rente. Diese wird jedoch nur bis zu einer vertraglich festgelegten Altersgrenze ausbezahlt – und auch nur dann, sofern der / die Versicherte seinen / ihren zuletzt ausgeübten Beruf / Aktivität nicht mehr weiterführen kann. Betrachtet man diesen Aspekt, so wird schnell deutlich, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung nur für all jene Berufstätigen interessant ist, die in keinem normalen Angestelltenverhältnis tätig sind. Genau genommen können sich hierbei Unternehmen und allgemein Selbstständige angesprochen fühlen, die im Falle andauernder Arbeitsunfähigkeit mit vollständigen bzw. 100-prozentigen Verdiensteinbußen konfrontiert wären. Tatsache ist, dass in Österreich im Ernstfall, im Bezug auf Selbstständige, keine gesetzliche Vorsorge unter den Umständen von totaler Berufsunfähigkeit existiert.

Auch für junge Arbeitnehmer unter 40 Jahren ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu empfehlen. Tatsache ist, dass für einen Unter-40-Jährigen die gesetzliche Pension nicht ausreicht, um im Falle unerwarteter Krankheit für einen entsprechenden Lebensunterhalt zu sorgen. Dafür ist meist die Versicherungsdauer viel zu kurz.

Jene Krankheiten, die von der sogenannten Berufsunfähigkeitsversicherung erfasst werden sind u.a. folgende: Multiple Sklerose, Taubheit, Blindheit, Lungenerkrankung, Motor-Neurone-Erkrankung, gutartiger Hirntumor, bakterielle Meningitis, Querschnittslähmung, Kinderlähmung und viel weitere. Nicht eingeschlossen sind Krankheiten wie Grippe, Läuse oder sonstige, da diese mittels Antibiotika oder einem speziellen Medikament, wie beispielsweise Läusemittel, behandelt werden können.

Sollten Sie ebenfalls am Überlegen sein, eine Berufsunfähigkeitsversicherung abzuschließen und bereits eine Lebens- oder Pensionsversicherung haben, so fragen Sie Ihren Versicherungsberater doch einfach nach einem Zusatz für die sogenannte Berufsunfähigkeitsversicherung. Lassen Sie sich ausführlich beraten und beachten Sie, dass derartige Berufsunfähigkeitsversicherungen im Zusatz, im Gegensatz zu selbstständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen, meist einen geringeren Deckungsumfang aufweisen.